virginia: day 42-day 87 (thursday may/10/18- sunday june/24/18

jetzt bin ich mittlerweile schon 6 Wochen unterwegs und so etwas wie normaler alltag und routine ist eingetreten. aufstehen, raus aus den schlafklamotten und ab in die schmuddel schwitz schuhhemdhosen, sachen packen( ist iwie jeden tag anders), noch nen mini happen essen bevor es losgeht. frühstücken tue ich nach einer weile. je nachdem wie früh ich loskomme oder abhängig vom wetter suche ich nen schönen platz. und am ende eines erfüllten wandertages kommt das abendprogramm. zelt aufbauen oder im shelter platz nehmen. feuerholz sammeln, wasser holen und filtern. feuer machen, essen kochen. ich versuch halt immer aufm feuer zu kochen. das bedeutet etwas mehr arbeit als einfach den kocher anzuschmeissen und wasser zum kochen zu bringen. die anderen campbewohner freuen sich immer über das feuer. und je nachdem wie lang der wandertag im allgemeinen war ist es dann nach dem essen und spülen schon fast bettzeit. auf der prioritätenliste taucht blogschreiben dann nicht mehr auf. so komme ich mit den eigentlich auf dem trail erlebten geschehnissen nicht mehr hinterher. manchmal sind es einfach nur kurze momente, manchmal wirds auch komplexer.

am 18.mai gehen die traildays in damascus los und der ürsprüngliche plan war bis atkins zu laufen und dort freitag mittag von wildchild aufgepickt zu werden. jetzt wurde schlechtes wetter angekündigt und es ist eingetreten. gestern nachmittag nach troutdale in ein churchhostel gehitcht und seit gestern abend regnets mit kurzen unterbrechungen durch. so entschied ich mich heute eher unfreiwillig einen weiteren zero zu machen und den regen soweit es geht auszusitzen. gelingt mir bisher ganz gut. es hört allerdings nicht auf und auch für die nächsten tage sprich traildays ist regen angesagt. es fühlt sich unbefriedigend an nicht zu wandern. und komme was wolle, morgen möchte ich bis zum partnership shelter wandern. vielleicht dann am freitag noch bis atkins. wildchild will morgens in georgia losfahren und wäre mittags in der nähe von damascus. noch sind alle optionen offen, 25 meilen bis freitag zu laufen. und siehe da, heute morgen(do. mai 17) nur ein paar tropfen und dann besser geworden. einzig zum trailhead zurückzukommen war nicht so einfach. im allgemeinen war es nicht einfach dorthin oder dort weg zukommen. auch der hitch am mittwoch, mai 16 zum fox creek county store(3.x meilen) war von langer dauer. für ein paar belegte sandwiches , nen 12pack und andere kleinigkeiten gingen doch glatt ein paar stunden im nieselregen drauf. rückfahrt dann geglückt auf der pritsche eines pickups.

hier noch nen paar fotos

county store fox creek troutdale

church hostel troutdale

grayson highland state park

broken fiddle hostel

resupply

june 20, 19.09

heute und gestern nass geregnet worden. gestern hats mich .3 miles vorm shelter noch erwischt. und trotz schnell angezogener regenkleidung bin ich angenässt worden. das war früher nachmittag und die stimmung war nicht nach weiterlaufen. gestern sehr früh schicht gemacht. heute wurde erneut für nachmittags regen angekündigt. um 10.30uhr vormittgs bin ich an einem der waypoints angekommen und habe lecker (wenn auch zu wenig) gefrühstückt. dort etwas zeit verbracht und noch drei tall boys eingepackt. ziel war bis zum angekündigten regen im 6 meilen entfernten shelter zu sein. zeit satt. nur der regen setzte ungefähr vier stunden zu früh ein. eigentlich gerade den waypoint verlassen, fing es auch schon mit leichtem regen an. der übergang zum heftigen fetten regen liess nicht auf sich warten. diesmal war ich mitten drin und entschied mich mit regenkleidung schutz unter bäumen zu suchen anstatt einfach drauf los zu laufen. so erreichte ich zumindest, dass meine schuhe ein wenig länger ok blieben. bin dann aber doch irgendwann weitergelaufen als der regen ein wenig abgelassen hat. diesmal am shelter angekommen entschied ich mich weiter zu laufen. 13 miles in und noch so früh. ich war fix unterwegs heute. gefälliges terrain und der regen machens möglich. so bin ich noch vier weitere miles gelaufen und einige campmöglichkeiten liess ich aus, bis ich schliesslich diesen platz gefunden hatte. der regen setzte auch gelegentlich aus, so konnte ich meine wäscheleine aufhängen und meine sachen trocknen. doch der regen setzte nicht allzu lange aus. also alles zurück ins zelt und da sitze ich jetzt in meinem käfig und lausche dem wie mir scheint immer heftiger werdenden regen.

weiss gar nicht was ich schreiben will. ich fühle mich einsam auch wenn ich nicht wirklich alleine bin. tagsüber meist bei mir, bei pausen treffe ich den ein oder anderen. das hängt ein bissel vom gewählten pausenort ab. genauso ist es mit dem schlafplatz. ich finde es wie heute spannend alleine mein häuschen aufgebaut zu haben und für mich zu sein. bei dem dauerregen bleibt auch nicht viel anderes sofern man in den wäldern ist. an anderen tagen ists schön den abend in gesellschaft zu verbringen.

june 22, friday, 6:16

guten morgen,

es hat die ganze nacht geregnet und der regen begnügt sich damit nicht. ich kann froh sein in einem shelter wie diesem meine zeit zu verbringen. mit eines der besten soweit: jim & molly denton shelter

doch was ich eigentlich schreiben wollte. ich habe gestern meine ersten bären der saison erledigt.

runterportioniert und der lebendigen limonadenflasche zugeführt.

7:16

meine pläne für die kommenden 31 std. werden gerade vollkommen weggespült. ich wollte insgesamt 28 meilen zum bears den hostel wandern und dort dann das spiel deutschland vs. schweden anschauen. wäre zu schön gewesen. doch der regen soll 48 std. anhalten und der himmel sieht auch nicht danach aus als das besserung oder ein stop bevorsteht. so was tun?

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